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Letztes Konzert
22.01.2012 - German Winds / Julian Steckel Drucken

Musik:

Und das mit voller Hingabe


Das passt: Das Ensemble German Winds überzeugt durch perfekte Harmonie.                                      Gesche (2)

Bonhoeffer-Gymnasium: Quickborner Kammermusikfreunde laden zum Neujahrsempfang / German Winds spielen Mozart und Gounod

QUICKBORN. Viel schöner kann ein Neujahrsempfang nicht sein. Zwar gab es auch Sekt und die berühmten Häppchen, und Eberhard Hasenfratz, Vorsitzender des Vereins der Quickborner Kammermusikfreunde, hielt eine launige Rede, mit der er der Musik in Quickborn weiterhin fröhliches Gedeihen wünschte.

Elf Bläser aus sieben Opernhäusern

Das aber war schließlich das Stichwort für den Auftritt der German Winds, eines der großen deutschen Bläserensembles, deren Mitglieder das Podium des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums bevölkerten, immer noch Ausweichquartier für die Kammermusik. Aus sieben Opernhäuser kamen sie und bildeten diese Formation aus elf Bläsern, die sich inzwischen weltweit Anerkennung erworben hat: Klarinetten, Fagotte, Hörner, Oboen, Flöten. Wie eine Richtschnur durch das Programm eröffnete Mozarts Ouvertüre zu Cosi fan tutte den Abend, diese Oper der Vielseitigkeiten, in der sich so recht die Vielzahl der Blasinstrumente widerspiegelt.


Wie für die eigene Besetzung komponiert, folgte Charles Gounods Kleine Symphonie für Blasinstrumente, ein romantischer Nachzügler im Stil Mozarts. Bereits hier zeigte sich die meisterhafte Bedienung ihrer Instrumente, die mühelose Bewältigung aller kompositorischer Schwierigkeiten.


So richtig schwierig allerdings wurde es bei Jacques Ibert, über dessen Violoncellokonzert nicht sicher ist, ob es jemals uraufgeführt wurde. Dann jedoch gebührt die Krone dem jungen Julian Steckel, der die Arbeit am Cello mit solcher Hingabe bewältigte, dass er auf die Forderung nach einer Zugabe mit dem "Marsch der Kinder" ein allerliebstes Prokofiev-Stück aus seinem Cello hervorzauberte.


Mit der Rückkehr zur Romantik endete das glanzvolle Konzert der German Winds - mit Dvoraks Bläserserenade d-Moll, op. 44, in der die Musiker noch einmal zum Entzücken des Publikums die Stimmen durch die Instrumente laufen ließen, ohne im zweiten Satz das sehnsuchtsvolle Thema außer Acht zu lassen. Mit dem Schwung des abschließenden Allegro molto entließ das Ensemble sein Publikum in ein neues musikalisches Jahr. Bravo!             Hans-Jürgen Gesche